hr Titel

 

 Saarbrücker Zeitung 
AUGUST 2016



Wenn es um Fastfood geht, sind die gute alte Rostwurst oder die Currywurst gerade im Saarland immer noch sehr beliebt. Eine kleine SZ-Serie stellt in loser Folge Imbissbuden in unserer Region vor. Heute: „Marie-Curry“ in der Nähe des Quierschieder Bahnhofs.
 
Im Sommer brennt es jetzt noch ein wenig mehr, und auch die Schweißperlen laufen den Konsumenten über die Stirn. Wer sich bei „Marie-Curry“ eine „Scharfe Braut“ bestellt, der muss zuerst einmal die Formalitäten beachten. Denn diese Currywurst ist so scharf, dass sie nur an Kunden über 18 Jahre oder an Jugendliche ab 16 Jahre in Begleitung eines Erziehungsberechtigten verkauft wird. Marion und Andreas Wallstein, die Inhaber des Schnell-Restaurants in der Nähe des Quierschieder Bahnhofs, behaupten deshalb auch, dass die „Marie-Curry“ der „schärfste Imbiss im Saarland“ ist. „Wenn unsere Kunden eine Currywurst bestellen, werden sie immer nach der gewünschten Schärfe gefragt. Unsere Currysoßen gibt es in vier Schärfegraden“, erklären die Wallsteins: „Der Sanfte Engel ist mit einer leichten Note Currygeschmack noch sehr mild und geeignet für Kleinkinder und Menschen, die es nicht besonders scharf mögen. Dann gibt es die Marie-Curry, eine Currywurst von klassischer Schärfe – wie man sie erwartet.“ Nun wird es langsam brenzlig, und die Entscheidung für die richtige Wurst sollte wohl überlegt sein: „Bei der Feurigen Jungfrau lautet das Motto ‚Ist sie zu stark, bist du zu schwach', denn diese Soße kommt bei allen an, die es gerne schärfer mögen.“ An allen Currywurst-Kreationen haben die Wallsteins lange rumprobiert und die Soßenrezepte dabei stets verfeinert: „Ein bisschen hiervon und ein wenig davon, das ein oder andere weglassen und irgendwann, nach vielen Testessen, war die Currysoße für uns dann perfekt. Currysoße sollte fruchtig, süßlich und angemessen scharf sein. Das erforderte viel Arbeit, aber das Lob der Kunden ist die Mühe wert“, sagt Marion Wallstein. Angefangen hat alles in Kassel mit ihrem ersten kleinen Imbiss, einer Holzbude: „Dort gab es damals keine richtige Currykultur, die konnten keine richtige Currywurst machen“, erinnert sich die Saarländerin. In Kassel lernte sie auch ihren Mann Andreas kennen. Das Paar verschlug es irgendwann zurück ins Saarland. Und in Quierschied fand es das geeignete Objekt für den Imbiss, die „Marie-Curry“. Und dort bieten die Beiden neben Currywurst täglich ein frisches Sortiment an schnellen Gerichten an – von der Salatbar bis zu Schnitzel-Variationen. Und ab und an kommen ganz mutige Kunden. Die verlangen dann nach der „Scharfen Braut“, die als „böses Mädchen“ beworben wird. Marion Wallstein erklärt: „Diese Currywurst gibt es in zwölf Schärfegraden. Bei unserer Scharfen Braut arbeiten wir mit verschiedenen Chili-Extrakten und können so bis zu vier Millionen Scoville (das ist die Einheit der Schärfe, Anm. der Red.) erreichen.“ Mutige, die sie bestellen, sollten vor allem Lust am Experimentieren mitbringen: „Meist sind das junge Männer in Gruppen“, hat Marion Wallstein beobachtet: „Wir lassen uns dann auch eine Verzichtserklärung unterschreiben“. Denn scharf ist sie allemal. Doch was machen Kunden, die sich bei der Auswahl der Schärfe überschätzt haben? Wasser und Erfrischungsgetränke helfen dann nicht weiter. Am besten wirkt ein Glas Milch oder Kakao gegen das Feuer in Mund oder Rachen. Alternativ geht auch ein Becher Joghurt oder ein Stück Käse. Denn das in diesen Produkten enthaltene Milchfett löst das Schmerz auslösende Capsaicin auf und mindert so das Brennen. Bisher sei aber noch nichts passiert bei „Marie Curry“, erklären die Wallsteins.

 Zum Thema:
 In Kürze Wie scharf die Currywurstsoße ist, lässt sich anhand ihrer Zutaten und der so genannten „Scoville-Skala“, die 1912 von dem US-amerikanischen PharmakologenWilbur L. Scoville (1865-1942) entwickelt wurde, ermitteln. So bringt es eine handelsübliche Gemüsepaprika auf etwa 0-10 Scoville, eine Peperoni hat bereits 100 bis 500 Scoville. Der Wert der oft als „scharf“ angepriesenen Paprikafrucht der Jalapeño liegt bereits bei 2500 bis 8000 Scoville. Damit bleibt sie allerdings weit zurück hinter den Schoten der Habanero mit 100 000 bis 350 000 Einheiten und der Power-Peperoni Bhut Jolokia, die es auf rund eine Million Einheiten bringt. Capsaicin heißt der Inhaltsstoff, der Chili so scharf macht. Als reiner Stoff hat es einen Wert von 15 bis 16 Millionen Scoville und ist der Inhaltsstoff der schärfsten Chilisoße der Welt, der „Blair's 16 Million Reserve“, die allerdings wegen ihrer Schärfe zum Verzehr vollkommen ungeeignet ist. Vielen Chili-Liebhabern dient sie deshalb eher als Sammlerstück, das im kleinen Gläschen bereits mit mehreren Hundert Euro zu Buche schlägt. 



2016 März Ausgabe
 des "Der Sulzer "


 

Marie Curry: Das Burgerparadies in Neuweiler

 

Es ist der „Foodtrend“ der letzten Monate: Burger. Nachdem in anderen Regionen die entsprechenden Restaurants wie Pilze aus dem Boden schießen, ist es in unserer Gegend doch sehr still geblieben. Das hat sich mit dem 15. Februar geändert: Seither regieren die Wallsteins in der Imbissbude an der Justus-Liebig-Straße im Industriegebiet von Neuweiler und tischen mächtig auf. Cheeseburger, Texas Burger, Chilliburger, Asia Burger usw… . Alles frisch zubereitet – und nichts aus der Konserve. Die Brötchen werden extra für Marie Curry gebacken. Genauso sieht es mit den Burgerpads aus, die eigens jeden morgen frisch von einer Merchweiler Metzgerei hergestellt werden. Dazu kommen die Saucen, die Marion Wallstein selbst einkocht. Das Ergebnis sind tolle Burger in zahlreichen Variationen, die überdies ausgesprochen preiswert sind.

Unabhängig davon erhält man von montags bis freitags einen schmackhaften – und natürlich ebenfalls frisch zubereiteten - Mittagstisch. Andere gängige Speisen wie Schnitzel, belegte Brötchen, Frikadellen etc. stehen natürlich auch auf dem Programm von Andreas und Marion Wallstein. Und natürlich die schärfste Currywurst im Saarland.

Der Standort Neuweiler ist übrigens bereits der zweite Imbiss der westfälisch-saarländischen Unternehmerfamilie. Bereits vor einem Jahr hatten die Wallsteins am Bahnhof in Quierschied ihr erstes Lokal eröffnet -mit einem derart großen Zuspruch, dass die Eröffnung eines zweiten Lokals als logische Konsequenz zu sehen ist. Denn: Qualität setzt sich durch.

Kontakt

Marie Curry

Justus-von-Liebig Straße 10

66280 Sulzbach-Neuweiler
Telefon: 015750718600

Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 bis 19.30 Uhr

http://www.marie-curry-sulzbach.de

          




"Der Quierschder"

und auch im "De Ingo"  November 2015